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Das Transplantationsgesetz ist beschlossen. Der Hirntod ist nun nicht mehr allein eine medizinische Definition, sondern ein gesellschaftlich festgelegtes und parlamentarisch abgestimmtes Konzept. Die Mehrheit der deutschen und internationalen Ärzteschaft, aber auch der Bundestagsabgeordneten vertrat diese Auffassung. Daß diese Schlußfolgerung aufgrund einer Mehrheitsmeinung aus den Anhörungen vor dem Gesundheitsausschuß des Deutschen Bundestages gezogen wurde, ist erstaunlich, da wissenschaftliche Erkenntnisse nicht abstimmungsfähig sind und fachkundige Mediziner dargestellt haben, daß der gesamte Ausfall der Hirnfunktionen nicht feststellbar ist. Aus den neuen" medizinischen Erkenntnissen läßt sich nur der Schluß ziehen, daß der Hirntod nicht dem Tod des Menschen entspricht.
Auch der Deutsche Berufsverband für Krankenpflege (DBfK) hat in Bonn deutlich gemacht, daß der Hirntod aus Sicht der Pflege - und damit für die größte Berufsgruppe, die in der Transplantationsmedizin tätig ist - ein Kunstwort darstellt und der Hirntod nicht dem Tod des Menschen entspricht. Im Blick aller Beteiligten im Transplantationswesen und im Gesetzgebungsverfahren war und ist die Ausweitung dieser Medizin. Kaum zur Sprache kommen die emotionalen Belastungen der Angehörigen, der Transplantierten selbst und des Pflegepersonals, das Hirntote pflegen muß oder bei den Organentnahmen assistiert.
Ziel des Seminars ist es,
umfassend über die Konsequenzen, Bedingungen und
Perspektiven zu diskutieren, die der Transplantationsmedizin
innewohnen.
Dabei ist es wichtig, daß
möglichst alle Sichtweisen, die bei diesem Thema zu
beachten sind, zur Sprache kommen.
Das Seminar richtet sich an alle, die an einer kritischen Reflexion des Themas interessiert sind. Es richtet sich an Pflegekräfte, die auf Intensivstationen oder im OP arbeiten, und mit Organtransplantationen zu tun haben, aber auch an Pflegekräfte, die sich im Vorfeld über diesen speziellen Arbeitsbereich in der Krankenpflege informieren möchten. Wichtig sind aber natürlich auch die politischen Hintergründe, die Organverteilungs(un)gerechtigkeit, die Informationspolitik bezüglich der öffentlichen Aufklärung über den Hirntod, die aus unserer Sicht völlig unzureichend ist.
Themen und Schwerpunkte werden sicher je nach Teilnehmerzusammensetzung schwanken, es sind jedoch denkbare
Themen des Seminars:
Ich habe mir vorgenommen, sehr variabel auf die Wünsche der Gruppe einzugehen. Es wird möglich sein, sich Filme oder Literatur anzusehen.
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