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Zielgruppe: RettungsassistentInnen
In einer Studie zu Streß verteilte Ravenscraft (1994) an 1420 Londoner Rettungssanitätern Fragebogen. Die Studie legte offen, daß die Mehrheit der untersuchten Sanitäter (52%) nicht nur in hohem Maße Streß ausgesetzt war, sondern 15% dieser Rettungssanitäter litt auch an einem Posttraumatischen Belastungssyndrom oder PTBS.
Eine Postraumatische Belastungsstörung ist weniger die Folge großer, aufsehenerregender Katastrophen, sondern sie hängt häufig mit schwierigen Routinenotrufen zusammen, wie z.B. tödlich verletzte oder erkrankte Kinder, entstellte Leichen, tödliche Unfälle oder lebensgefährliche Verletzungen von Kollegen oder Bekannten, Großschadensereignisse.
Institutionell organisierte Nachbesprechungen (Debriefing) nach belastenden Einsätzen (z.B. Zugunglücke), unterbleiben nicht selten. Da oft nicht einmal monatliche Dienstbesprechungen auf den Rettungswachen stattfinden, geschweige denn Supervisionen angeboten werden, sind die Mitarbeiter gezwungen, allein oder mit Unterstützung der Familie, mit den Stressoren fertig zu werden.
Das Seminar soll dazu beitragen, individuelle Belastungsschwerpunkte und die rettungsspezifischen psychosozialen und psychosomatischen Beanspruchungsfolgen besser erkennen zu können und gesundheitlichen Störungen vorzubeugen oder sie zu verringern helfen. Dazu ist es erforderlich, zwischen Streß- bzw. Burnoutsymptomen und denen der PTBS unterscheiden zu können. Das Seminar ist so angelegt, daß einerseits Fakten vermittelt werden und andererseits Raum für Gespräche da sein soll, um über besonders ergreifende Einsätze zu berichten.
Aus diesem Grund wird der Schwerpunkte des Seminars sich mit der PTBS befassen, aber sicher je nach Teilnehmerzusammensetzung schwanken.
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